4-Tages-Fahrt nach Thüringen 8. – 11. September 2026

Mit einem voll besetzten Reisebus ging die Fahrt über Weiden und Hof in die thüringische Landeshauptstadt Erfurt.
Dort richtete sich der erste Blick auf den Domberg mit der mächtig hohen katholischen Domkirche St. Marien zu Erfurt, die definitiv einer extra Führung bedarf. Eindrucksvoll sind nicht nur die gotischen Chorfenster sondern auch die größte freischwingende Glocke, die „Gloriosa“. Sie wiegt in der Tat über 11 Tonnen und zählt zu den klangschönsten Glocken der Welt. In der 2 stündigen Stadtführung erhielten wir einen kleinen Überblick über die wunderschöne und sehr gut erhaltene historische Altstadt. Man war sich einig, daß sich in dieser Stadt mit dem Flüsschen Gera ganz sicher ein längerer Aufenthalt lohnt.

Eingang zur Drachenschlucht


Die Übernachtungen für die 3 Nächte waren in Weimar in einem schönen 4-Sterne-Hotel gebucht.
Am Tag 2 ging die Fahrt nach Eisenach, um die Wartburg zu bestaunen. Als komplette Gruppe startete man im Mariental Richtung Eingang zur sogenannten Drachenschlucht, die sich auf 3 km Länge in Fels gehauenen Wegen und Stufen durch die bemoosten Felshänge schlängelt. Nach einem kurzen Aufenthalt an der Hohen Sonne, entschied sich die größere Gruppe für den teils romantischen Fußweg zur Wartburg. Über die Elfengrotte und die Sängerwiese erblickte man nach 2 Stunden die imposante Wartburg. Nach einigen Stufen führte die Treppe hinein in den Burghof und nur schon die Besichtigung von außen mit einem Rundgang läßt den Betrachter von der Größe und Mächtigkeit dieses Baukomplexes erstaunen. Persönlichkeiten wie Martin Luther, die hl. Elisabeth, J. W. von Goethe und viele Herrscher, Musiker und Dichter, verweilten in diesen wunderschönen Räumlichkeiten.
Am Tag 3 konnten wir endlich durch den nahegelegenen Ilmpark in das Zentrum der Stadt Weimar gehen. Die Stadtführer warteten vor dem Rathaus und brachten uns die Stadt der Dichter, Denker und Designer näher. Verwinkelte Gassen mit kleinen Läden und Cafes, umrahmt von Parks, Denkmälern und bedeutenden historischen Gebäuden bringen ein liebenswertes Flair in die Stadt. Auch der historische Friedhof und Goethes Gartenhaus im Ilmpark waren sehenswert und interessant. Den Abend ließ man in einem typisch thüringischen Gasthaus ausklingen.
Am Tag 4 hieß es Abschied nehmen von Weimar, um den letzten Programmpunkt anzusteuern. Die Fahrt ging nach Mödlareuth, zum Deutsch-deutschen Dorf, was die Amerikaner „Little Berlin“ nannten. Es war ein Ort der Trennung, Thüringen-Bayern, also die Ost-West-Grenze verlief direkt durch das Dorf. Eine rund 100 m lange Betonmauer, Metallgitterzaun und Beobachtungsturm erinnern noch an die Zeit vor der Wiedervereinigung. Im neuen Museumsgebäude befindet sich eine Dauerausstellung, die mittels Fotos und Zeitungsberichten einen Eindruck vermittelt. Sehr empfehlenswert waren dort die Filmdokumentation und eine Führung durch das Gelände, welches auch eine Ausstellung mit DDR-Fahrzeugen aus der damaligen Zeit zeigt.
Auf der weiteren Nachhausefahrt, kurz vor Hof, zweigten wir ab in die Fattigsmühle, ganz sicher ein Geheimtipp, die romantisch an der Saale liegt und uns Gäste im Biergarten mit den schmackhaftesten Gerichten versorgten.
Mit vielen neuen Eindrücken erreichten die Teilnehmer wieder ihre Heimat.

Die Wanderer des Waldverein Furth im Wald beim Eingang zur Drachenschlucht